KI-Compliance bezeichnet die systematische Anstrengung, sicherzustellen, dass die Entwicklung, Bereitstellung und Nutzung künstlicher Intelligenz in einer Organisation alle relevanten rechtlichen, regulatorischen und ethischen Anforderungen erfüllt. Da die KI-Regulierung weltweit an Tempo gewinnt, ist Compliance zu einem zentralen Anliegen für Unternehmen geworden.
Zu den wichtigsten regulatorischen Rahmenwerken, die sich auf die KI-Compliance auswirken, gehören: der EU AI Act (umfassende risikobasierte KI-Regulierung), die DSGVO (Datenschutz bei der KI-Verarbeitung), CCPA/CPRA (Verbraucherdatenschutz in Kalifornien), HIPAA (KI im Gesundheitswesen), SOX (Finanzberichterstattung unter Einsatz von KI), branchenspezifische Vorschriften (FDA für KI in Medizinprodukten, SEC für KI in Finanzdienstleistungen) sowie aufkommende Rahmenwerke in Rechtsräumen weltweit.
KI-Compliance-Programme umfassen in der Regel: ein regulatorisches Mapping zur Ermittlung der geltenden Anforderungen, Risikobewertungen für KI-Systeme und Anwendungsfälle, die Dokumentation des Designs von KI-Systemen und der Entscheidungsprozesse, Audit-Trails für KI-gestützte Entscheidungen, regelmäßige Compliance-Prüfungen und Lückenanalysen, Mitarbeiterschulungen zu Compliance-Pflichten, die Bewertung von Anbietern für KI-Tools von Drittanbietern sowie Verfahren zur Meldung von Vorfällen.
Organisationen, die die KI-Compliance nicht aufrechterhalten, sehen sich behördlichen Bußgeldern, rechtlicher Haftung, Reputationsschäden und möglichen Verboten des Betriebs von KI-Systemen in bestimmten Rechtsräumen ausgesetzt.